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Der Winter

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen
Und jede Nacht ist blutig-rot und dunkel.
Die Häuser recken sich mit leeren Mienen.

Nun wohnen wir in rings umbauter Enge,
Im kargen Licht und Dunkel unserer Gruben,
Wie Seiler zerrend graür Stunden Länge.

Die Tage zwängen sich in niedre Stuben,
Wo heisres Feür krächzt in großen Öfen.
Wir stehen an den ausgefrornen Scheiben
Und starren schräge nach den leeren Höfen.

Georg Heym
(1887-1912)

…einer meiner liebsten Autoren heute bei Lyrikmail, das tut gut…

Veröffentlicht in Weblog

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