Skip to content →

CD-Tipp April: Poulenc-Lieder

Hier sind endlich die Tipps für den April, meine persönliche CD des Monats ist diese hier:

…und das nicht nur, weil Felicity Lott darauf einige Lieder singt. Auch Lorna Anderson und Christopher Maltman legen alles Können in diese kleinen Liedjuwelen, die mal als echter Chanson mit Leichtigkeit herüberkommen, dann wieder balladesk und melancholisch klingen – typisch französisch, typisch Poulenc. Und vor allem klingen die Lieder hier einmal adäquat interpretiert, weder wird hier die Opernkeule ausgepackt, noch wird zu wenig gestaltet – schöne Entdeckung!

Weitere durchgehörte CDs mit Top oder Flop:
* nach Gods, Kings und Demons nun schlicht „Wagner“ – klar, dass René Pape sich „seinem“ Meister widmet. Und schön auch, dass diese Platte nirgends nach hoppla-schnell-noch-ein-Arien-Album klingt, sondern nach Konzept und hochwertiger musikalischer Arbeit.
* für Wiederentdecker: Fricsay dirigiert Bartók – überflüssig etwas dazu zu schreiben, die opulente 3-CD-Box bietet spannende Musikgeschichte – insbesondere, wenn man andere Aufnahmen der bekannteren Stücke kennt – was bei den „Zauberhirschen“ allerdings schwierig werden dürfte…
* Kammermusik von Allan Pettersson ist bei MDG erschienen. Man dürfte erwarten, dass ich das aufgrund meiner großen Verehrung für den Komponisten rückhaltlos empfehle, aber natürlich bin ich auch hier kritisch und sage: Das ist eine tolle Platte. Und zwar, weil das Leipziger Streichquartett und Yamei Yu ganz vorbehaltlos an die Partituren gehen, dabei manches für sich entdecken und auskosten und mit ihrer energiereichen Interpretation den Rang des Komponisten bestätigen. Im Jubiläumsjahr von Allan Pettersson also nun endlich die erste Neuerscheinung, wenngleich nicht mit Sinfonik. Aber hier spricht eine wichtige musikalische Stimme des 20. Jahrhunderts….
* für die Kaffeestunde zu Ostern: Julia Fischers „Poeme“, einfach entspannende, gut gespielte Geigenstücke von Chausson, Vaughan Williams u. a. – dazu ist dies wohl eine der letzten Produktionen des jüngst verstorbenen Yakov Kreizberg.
* Und noch ein Ausflug ins Alternative-Genre (wenns das überhaupt gibt – aber Amazon braucht ja ne Kategorie, man hätte sie auch „coole Musik“ nennen können…): aus Kanada kommen immer mal wieder spannende Dinge wie etwa das Bell Orchestre, jetzt darf ich auf Olivier Alary hinweisen, der unter dem Namen Ensemble eine Platte namens „Excerpts“ veröffentlicht hat. Ich verrate nicht zuviel, aber wer die etwas flächigen, orchestralen und auch manchmal klangexperimentellen Bands mag, ist hier gut aufgehoben. Reinhören!

Published in Rezensionen

2 Comments

  1. thg thg

    Mal ganz abgesehen vom musikalischen Gehalt der Poulenc-CD, von dem ich mich noch zu überzeugen habe, gefällt mir das Artwork außerordentlich gut 🙂

    • oh, ist mir noch gar nicht aufgefallen…ich reiß die dinger halt immer gleich auf und verzieh mich vor die Boxen 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.