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Traum LXX

1) Ich nehme an einer Demo gegen irgendetwas teil, die ich aber nur beobachtend vom Straßenrand verfolge. Vor mir steht mein Laptop, auf dem ein Video eines Manifestes läuft. Wasserwerfer tauchen auf, ich muss alles einpacken und flüchten. Es geht quer durch die Stadt (durch die ich schon mehrfach im Traum gelaufen bin, da ich die Ecken und die Topographie wiedererkenne – es ist eine Mischung aus W und DD mit fiktiven Bausteinen), unter anderem auch auf einem schmalen Steinsims, das sich hoch über der Stadt zwischen zwei Viertel windet. Es ist wie ein überdimensionales Treppengeländer, auf dessen Handlauf ich laufen muss. Auf der Hälfte der Strecke auf diesem Handlauf durchquere ich eine Kirche, danach geht es nach oben und der Untergrund wird glatt. Da links und rechts unter mir die Stadt als Abgrund droht, ich aber die glatte Stelle nicht im Stehen überwinden kann, setze ich mich hin und versuche, weiter hochzurutschen, was mir nicht gelingt.

2) Ich bin mit dem Rad unterwegs und lasse es an einer Ampel stehen, weil ich auf dem Platz gegenüber eine Matratze holen will. Dazu überquere ich Straße, Bahngleise und eine Wiese, sehe aber noch vor Erreichen meines Ziels, dass ein Typ mein Fahrrad nimmt und losfährt. Er hat eine dieser gefütterten, überdicken Sport-Jacken an. Ich verfolge ihn, verliere ihn aber ein paar Straßen weiter und komme zu Fuß zu Hause an.

Published in nuits sans nuit

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