Skip to content →

anfangendmittendrin

Ich habe gelitten, und ich war dabei.
Ich habe Verwirrung gestiftet, und ich flog davon.
Ich war eingeladen, und ich sah keinen Schimmer.
Ich war entschlossen und ich zerfloss.
Ich flüchtete, und man ahnte es.
Ich hoffte, und es war noch nie so einfach.
Ich probierte es, und man schlug mich zusammen.
Ich hatte Schmerzen und ich schloss damit ab.
Ich verzieh und man stach mir in Wunden.
Ich habe Menschen in mein Herz geschlossen und manche mich in ihres.
Ich spielte, und ich konnte verlieren.
Ich schaute und lächelte. Ich fühlte.
Ich weinte ohne Grund. Ich weinte mit Grund. Ich blickte auf den Grund und ich saß im Grund und schaute hinauf.
Ich paraphrasierte und phantasierte, ich redete wirr und träumte glatt.
Ich hörte und staunte, ich schrieb und liebte.
Ich kämpfte darum, ich überlegte zu lange, ich zog falsche Schlüsse, ich hatte eine geniale Idee.
Ich lernte und wuchs, ich fiel in mich zusammen.
Ich äußerte mich.
Ich überhörte und log, ich war ehrlich und lachte lauthals.
Ich wurde böse und alt, ich erkannte mich nicht wieder und achtete mich.
Ich habe ernstgenommen, und man hörte mir zu.
Ich wurde ignoriert und ich war nicht wichtig.
Ich rannte davon.
Ich brachte Stunden damit zu.
Ich hörte damit auf.
Ich entdeckte, wühlte, zerwühlte, vergriff, entrüstete, verstand, bekannte, dankte, rieb mir die Hände, bekam einen Schreck und kam zur Ruhe.
Ich konnte es nicht glauben.
Ich posaunte und tönte, und ich schwieg eine lange Zeit.
Ich stieg hinauf und kullerte hinunter, ich stand auf und blickte nicht über die Mauer.
Ich schwamm plötzlich los.
Ich stolperte und betrank mich, ich sah klar und ich hatte keinen Durchblick mehr, aber ich sang.
Ich verwahrloste und veredelte, ich deckte mich zu, ich sorgte und bangte, ich übte das Üben.
Ich schrie.
Ich ging lange Wege, ich begegnete Menschen, ich war auf der Flucht. Ich war auf der Hut. Ich hatte mir das schon gedacht.
Ich ging in den Garten, ich war krank, ich war irre.
Ich hatte doch recht, und ich hatte null Ahnung.
Ich stand im Schatten und wurde beschimpft, ich redete mit den Vögeln und wartete geduldig.
Ich verlor die Nerven und tanzte mit der Musik, ich schlief intensiver und lachte niemanden aus.
Ich mied Orte, verlor den Halt und schaute in die Sterne.
Ich strich es wieder durch.
Ich konnte laufen, ich brachte mich um den Verstand und genoss es, ich bekam keine Antwort auf die Frage.
Ich atmete Kunst, ich faltete Träume, ich konnte nicht mehr.
Ich lächelte und ich hatte große Angst.
Ich ließ es geschehen und tat es doch, ich fuhr hinauf und beobachtete sorgfältig.
Ich ließ los und öffnete mich.
Ich bewegte mich sachte und knallte die Tür.

[los 2014, komm nur…]

Published in Weblog

Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.