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Traum LXXXIII

Ich bin in meinem alten Gymnasium. Pause. Ich laufe durch die Gänge und suche meine Tasche, die sich in irgendeinem Klassenzimmer befindet. Überall Schüler, Gerenne, Gelaufe um mich herum in den Gängen. Ich bin wieder aus dem Zimmer heraus, da sehe ich meine Mutter auf mich zukommen. Ich habe sie lange nicht gesehen, sie ist total abgemagert und hat Blässe-Flecken auf den Wangen, ich freue mich sie zu sehen und umarme sie, die Umarmung wird nicht erwidert. Sie sagt mir, sie wolle sich verabschieden. Dabei laufen wir durch die Gänge mit den Schülern, die wie ein Spalier wirken. Ich verneine und breche fast zusammen, nein, kein Abschied. Den einzigen Satz, den ich von mir selbst noch vernehme, ist in etwa „Du kannst nicht einfach gehen wie bei einem Ehepaar, du bist meine Mutter.“ – Die Szenerie wechselt, wir laufen weiter, sind nun draußen, das Spalier der Schüler verwandelt sich in Bäume am Wegesrand. Weiter passiert nichts, an das ich mich erinnern kann. Wache recht „mittendrin“ auf und vergegenwärtige mir intensiv, dass meine Mutter vor sieben Jahren gestorben ist.

Published in nuits sans nuit

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