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Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Werke von Keuk, Duparc und Mozart im 8. Zyklus-Konzert der Dresdner Philharmonie

8. Zyklus-Konzert der Dresdner Philharmonie
Termin: 20./21.05.2006, jeweils 19.30 Uhr
Ort: Festsaal des Kulturpalastes am Altmarkt

Er gilt als „Götterliebling“ unter den Komponisten, und seine Werke werden gemeinhin als heiter und leicht beschrieben: Wolfgang Amadeus Mozart. Seine „lichte“ Jupiter-Sinfonie ist jedoch alles andere als ohne Schatten. Sie ist ebenso von Zweifeln und der Suche nach dem Sinn durchzogen wie Alexander Keuks „Mehr Licht“, das im 8. Zyklus-Konzert der Dresdner Philharmonie seine Uraufführung erlebt. Außerdem auf dem Programm: Henri Duparcs „Sechs Orchesterlieder“, die von Claudia Barainsky gesungen werden. Es dirigiert Peter Gülke.

Mit Peter Gülke kehrt ein Dirigent an das Pult der Dresdner Philharmonie zurück, der mehr als viele andere klassische Musik mit zeitgenössischer zu verbinden versteht und dadurch aufdeckt, inwieweit die Klassiker nicht gemütlich, traditionell und gut zu hören, sondern modern und gegenwärtig sind. Er liebt die Kontraste, die das Neue im Alten und das Traditionelle im Zeitgenössischen verdeutlichen. Alexander Keuks Werk „Mehr Licht“, eine Auftragskomposition der Dresdner Philharmonie, gründet auf der Idee, einen Gedankenstrom zu musikalisieren, vom ersten Geistesblitz bis hin zur Formulierung, zum Aussprechen oder Umsetzen in die Tat. So ist „Mehr Licht“ der ausgerufene Wunsch nach der Klarheit eines entwickelten Gedankens, der als solcher nicht benannt werden muss.

Das Ringen nach Klarheit, Harmonie, Vollendung durchzieht auch Mozarts „Jupiter“-Sinfonie, die zur Summe seiner Sinfonik wurde und am Beginn eines rauschhaften und zermürbenden Schaffens-Finales steht.

Ein in Deutschland zu Unrecht fast noch völlig Unbekannter ist Henri Duparc. Er schuf eine Musik allerersten Ranges, die von entscheidendem Einfluss auf heute weit bekanntere Zeitgenossen wie Gabriel Fauré und Claude Debussy war. Seine Orchesterlieder gehören zu den bedeutendsten Orchesterliedern, die je komponiert worden sind.

Solistin ist die in Berlin geborene Claudia Barainsky. Sie studierte Gesang an der dortigen Hochschule der Künste, u.a. bei Dietrich Fischer-Dieskau. 1994 gab sie ihr Debut an der Dresdner Semperoper. Mit ihrem umfangreichen Repertoire gastierte sie seither an Opernhäusern in aller Welt und arbeitete mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern weltweit.

Peter Gülke wurde in Weimar geboren und studierte Violoncello, Musikwissenschaft, Germanistik, Romanistik und Philosophie. Seit 1959 war er Chefdirigent an verschiedenen Theatern, u. a. Potsdam und Stralsund, danach Kapellmeister an der Dresdner Semperoper. Ab 1981 war er Generalmusikdirektor seiner Heimatstadt Weimar, ab 1986 hatte er für zehn Jahre diese Position bei der Stadt Wuppertal inne. Er ist regelmäßig Gast führender Orchester und dirigierte in den wichtigsten Musikmetropolen der Welt. Musikwissenschaftlich beschäftigt er sich u.a. mit der Musik des Mittelalters und der Renaissance, mit Fragen und Theorie musikalischer Interpretation und Aufführungspraxis sowie mit zahlreichen, auch zeitgenössischen Komponisten.

Karten sind erhältlich in der Ticketcentrale im Kulturpalast am Altmarkt, Mo bis Fr, 10 – 19 Uhr, So 10 – 14 Uhr,
Tel. 0351 / 4 866 866, Fax 0351 / 4 866 353
http://www.dresdnerphilharmonie.de
ticket@dresdnerphilharmonie.de
(Pressemitteilung)

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Veröffentlicht in Weblog

2 Kommentare

  1. OHA! 🙂 Jetzt wird es ernst!?? 🙂 Na, dann wünsche ich viel Erfolg und daß Du das Konzert genießen kannst!!! 🙂 *daumendrück*

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