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Intendantin für Kunstvermeidung und Werteentwertung

Tolle Jobbeschreibung, nicht wahr?
Ich finde, Frau Harms sollte gehen. Und mit ihr gleich das völlig verängstigte Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Sollen sie sich ein Opernhäuschen im Schrebergarten bauen, mit Jägerzaun und Video drumherum. Vielleicht löschen sie sich dann auch ruckzuck gegenseitig aus, weil jeder den anderen des Sicherheitsrisikos verdächtigt. Mozart hat das jedenfalls nicht verdient. Berlin auch nicht. Oder kommt Frau Harms morgen etwa zur Presse: Alles Spaß, wir spielen wieder!! – das wäre auch schlechte Kunst. Würde aber zu einer völlig derangierten Frau passen, die im Tagesthemen-Interview weder Stellung zu ihrem Haus noch zur Kunst nimmt, sondern auf die Fragen von Anne Will nicht mal mehr ihre eigene Entscheidung zu kommentieren weiß. Absetzung der Oper „ja, äh,…damit ein differenzierter Diskurs beginnt“. Hallo Frau Harms? HALLO? Der Idomeneo IST der Diskurs, … Traurige Welt…

Veröffentlicht in Weblog

9 Kommentare

  1. Widerwärtig! Ich kann Ihnen nur beipflichten, habe mich bereits ähnlich ausgelassen…Weg mit dieser Intendantin!

  2. Ja. Habe auch davon gelesen.
    Ist wirklich peinlich für Berlin, diese Aktion.
    Gruselig.

  3. karldeuter karldeuter

    Vielleicht müßte man sich mit den Hintergründen befassen? Weg da, ist immer schnell geschrien! Konstruktive Einwände sind in dieser Zeit ja sowieso sehr rar .. da muss man sich nicht wundern, wenn man bei marktschreierischen Aktivitäten den Beifall erntet. Wie wäre es einmal sich in dem zu versuchen, was Sie an Herrn Schmidt so sehr bewundern. Das erreicht man sicherlich eher, wenn man sich mit konstruktiven Gedanken den Dingen widmet. Auch hier stellt sich die Frage eines Lebensweges, der schneller zerstört als wieder aufgebaut ist.

    • Hintergrund? Soweit ich weiß (ich bin nicht an der Deutschen Oper beschäftigt, daher kann ich – wie Sie auch – nur meine gesammelten Informationen zur Meinungsbildung benutzen), war eine einzelne besorgte Bürgerin der „Hintergrund“. Daraus formulierte der Innensenator das Sicherheitsrisiko und Frau Harms setzte ab. Und wenn in ganz Deutschland Leute aufschreien (ich bin sicher, Herr Schmidt gehört mit dazu, er wird es nur etwas leiser tun…), glaube ich schon, dass der konstruktive Gedanke bei Frau Harms ein wenig gefehlt hat. Sonst hätte sie ANLÄSSLICH der Aufführung eines Idomeneo eine Diskussion zum Dialog der Religionen angesetzt und nicht ANLÄSSLICH DER ABSETZUNG….

    • p.s. diesen Vergleich finde ich übrigens auch interessant – wenngleich ich die Zitatsammlung als Aufwiegung für Kultur auch nicht gerade argumentativ überzeugend finde…

      …und weitere interessante Hintergründe (u.a. über die Meinung des Kultursenators von Berlin…) finde ich hier

  4. Habe heute meine Meinung dazu etwas geändert!
    Auf der Hinfahrt zur Quintettprobe heute habe ich mit G., dem Hornisten unseres Quintetts (er ist bei den Düsseldorfer Symphonikern) ausführlich über das Thema unterhalten.
    Aus ihm sprach wirklich die Angst. Angst um das Orchester, Angst um Menschenleben. Angst um die Oper als Zielscheiber der Islamisten allgemein (denn durch die ganze aufgebauschte Diskussion jetzt wird denen doch nur bewußt, daß die Oper die perfekte Zielscheibe für Anschläge sein könnte).
    Das verstehe ich, wenn einer, der selber im Graben sitzt, mit solchen Argumenten kommt.
    Ich habe dann erwidert, daß ich aber nicht gut finde, gegenüber dieser Religion einfach zu kuschen, denn das bedeute ja in deren Augen, immer im Recht zu sein und alles zu dürfen.
    Ja, auch da hatte er wieder etwas entgegenzusetzen, das mich nachdenklich machte, denn ich finde, er hatte Recht.
    Er sagte nämlich, daß es natürlich falsch sei, daß es da eine Religion gäbe, die glaube, alles mit Gewalt vernichten zu müssen, was ihren starren Ansichten nicht passe. ABER: Wir als Christen sollten dennoch sehen, daß dies nunmal deren Ansichten seien, die sich nicht ganz einfach von einem Tag auf den anderen ändern ließen. Das brauche eine Zeitspanne von mehreren Generationen.
    Ist wahr. Denke ich.
    Warum also brauchen wir diese Provokation auf der Bühne, die Agressionen auf der islamistischen Seite auslöst???
    Es ginge sicher auch anders.

    Hat mich, wie gesagt, sehr, sehr nachdenklich gemacht, das Gespräch.
    Und jetzt denke ich, wenn die Idomeneo-Inszenierung doch aufgeführt werden sollte, so nur mit strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Und zwar nicht nur, wenn Kanzlerin und Minister im Publikum sitzen.

    • Die Provokation geht von Frau Harms aus, nicht vom Idomeneo. Jetzt ist das Opernhaus in aller Munde und damit gefährdeter als zuvor.

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