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Grauseartikel bei Wikipedia

Eigentlich wäre es dort bei manchen Artikeln ganz nützlich, man würde sie eine Weile vom Netz nehmen und einer gründlichen Überarbeitung unterziehen. Schließlich ist die Wikipedia immer noch eine „öffentliche“ Sache. Angesichts von etlichen Satzbautrümmern und Formulierungswracks denkt man bei manchen Artikeln, man betritt eine Messi-Wohnung. Schamhaft errötet man schons selbst in Vertretung für die unbekannt-anonymen Schreiber der Pamphlete, wenn man etwa Igor Strawinsky aufruft, ähnlich war es mit den Artikeln von Schönberg (relevant: Strawinsky spielte am liebsten Scrabble, Schönberg Schach. DAS erklärt natürlich alles…), Messiaen oder auch Helene Grimaud. In einem Wort: gruselig. Ganz zu schweigen von dem Artikel der Sächsischen Staatskapelle, der aus einem ruinösen Flickenteppich von Anekdötchen und Passiertheiten sowie etlichen z.T. falschen und doppelten Listen bestand. Jaja, jeder ist aufgerufen, daran „mitzuarbeiten“ – aber ganz ehrlich: wer hat denn die Ahnung UND (Betonung!) die Zeit für sowas? Zumal Dir zwei Minuten nach einer monatelangen Arbeit an einem „lesenswert“-Artikel eine Schülerbande, deren Lehrer nix besseres zu tun hat, als die 12jährigen Artikel im Web schreiben zu lassen, alles wieder zunichte machen kann. Fazit: Wikipedia taugt nur was, solange Fachleute die Artikel DAUERHAFT im Blick haben. Und ein gut sortiertes Bücherregal ersetzt die Online-Enzyklopädie sowieso.

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Veröffentlicht in Weblog

2 Kommentare

  1. Ich stimm Dir voll und ganz zu. Das lustige ist ja, bei uns an der Uni zitieren Leute in ihren Diplomarbeiten Wiki, wenn es um die theoretischen Hintergründe bzw. Zusammenhänge geht, oder kopieren direkt Bilder und Zeichnungen raus, was ja geht wegen der cc-Lizenz.
    Solchen Leuten würde ich die Anerkennung des wissenschaftlichen Arbeitens nicht erteilen.

    Wiki ist großartig, aber man muss das Wissen haben damit umzugehen. Als völliger Trottel auf fachfremden Gebiet hab ich hier kein Vertrauen. Es ist bestenfalls ein Startpunkt für die Recherche.

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