Springe zum Inhalt →

Fall Kampusch

nur ein kurzer Kommentar dazu (beim Steppenhund findet sich bereits eine ähnliche Äußerung, dazu eine beachtliche Diskussion): Ich kann nicht bewerten, was von beidem schlimmer ist, aber das zweite Martyrium der Frau hat in dem Moment begonnen, wo sie frei war – dieses Martyrium wird sie wahrscheinlich bis an ihr Lebensende verfolgen. Die Täter sind diesmal bereits bekannt und vielfältig, sie tragen Mikrofone und moderieren Talkshows, Handlanger der Millionen weiterer Täter vor den Bildschirmen. Ich müßte mir mal wieder Nachrichtenguckverbot verordnen…

Veröffentlicht in Weblog

5 Kommentare

  1. Also ich muss dazu sagen, das seriöse Nachrichten und Medien sich in diesem Fall nichts vorzuhaltenhaben. Das ein gesteigertes Interesse der Öffentlichkeit besteht ist nachvollziehbar, dazu ist der Fall zu schockierend und zu einzigartig. Staunen muss ich allerdings über selbsternannte Experten und Psychologen, die leider auch von seriösen Medien (wie zum Beispiel der ZEIT) befragt werden. Mit welcher Selbstsicherheit sie die Situation um die Frau schildern und wie sie Ratschläge erteilen und wissen was ihre Probleme sind. Gerade so, als ob sie solche Fälle zur Genüge kennen. Was der Boulevard dazu veranstaltet, dass ist geschmacklos. Mit Phantomzeichnungen, so könnte Sie heute aussehen, etc. Quote oder Gewiinn zu erwirtschaften, das ist geschmacklos. Aber so ist und war das in diesem Genre schon immer. Da kann ich keine neue Dimension entdecken. Und dagegen hilft wirklich nur der Boykott.

  2. genau meine meinung. der mensch ist so eingerichtet, dass er mit ziemlich viel zurande kommt. genau DAS will man ihr aktuell nehmen. schande, das gegenteil von gut ist gut gemeint.

    • danke, der Artikel bringt es wirklich auf den Punkt. Es ist auch in der Berichterstattung eine furchtbare Unsitte geworden, bei jedem Thema innerhalb eines 2’30“ Beitrages ein 0’20“-Statement eines „Peterle“-Psychologen unterzubringen. Aber damit ist der Zuschauer befriedigt, gemäß einem Buchtitel: „Alles, was man wissen muss“. Gefährlicher Schein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.