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6 Kommentare

  1. Ich halte nichts von solchen Umfragen. Die Wähler haben gewählt – the rest ist history.

    Und: Keine Frage, Koch ist ein schlimmer Finger. Aber viel schlimmer ist es ja wohl, dass die SED jetzt in zwei weiteren Landesparlamenten ihr Unwesen treiben darf. Und dafür gehören die geteert und gefedert, die meinten, wegen des schlechten Wetters darauf verzichten zu können, wählen zu gehen. Mei, ist mir schlecht.

    • z.T. d’accord. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, da kann Baby Müller 200x auf die Taste drücken, völlig klar.
      Aber das mit der SED würde ich dann doch mal in Frage stellen. Die SPD ist heute auch nicht mehr die SPD von vor 20 Jahren, die CDU ebenfalls nicht. Ich würde es nicht wagen, die Linke im Westen mit „SED“ zu benennen. Ihre Programmatik ist nicht weit von den Grünen entfernt, eine kommunistische Diktatur wie in der DDR will keiner dieser Leute wiederhaben. Überdies haben Grüne und SPD m.A. in der Nachwuchsförderung an der Basis versagt, da hat die PDS/Linke mehr Attraktivität. Im Osten ist es natürlich immer noch die Ostalgierentnerpartei Nummer Eins. Und Nichtwähler gehören wirklich mal in ein Zwangsdemokratieseminar (by the way: über die „Mündigkeit“ und „Vernunft“ eines Wählers müßte man sich dann auch noch unterhalten *g*)

    • Erst unlängst wurde in einem Pamphlet dieser Truppe der Zusammenbruch der Sowjetunion beweint. NeinNein – egal ob im Westen oder Osten: Die haben nix dazu gelernt und sollten möglichst bald auf dem Müllabladeplatz der Geschichte verschwinden.

      Zum Thema Mündigkeit der Bürger/Wähler hingegen hast Du meine uneingeschränkte Zustimmung.

    • Jemanden zum Wählen zwingen ist meiner Meinung nach auch nicht der richtige Weg. Zumindest nicht in einer Demokratie. Wenn alle Wählen müssen würde sich noch ein ganz anderer Wahlkampf ergeben und viele Unkundigen würden nach Prinzip Zufall wählen.

      Ich finde die Entwicklung wie wir sie gerade haben auch nicht begrüßenswert. Aber ich schiebe allen großen Parteien die Schuld in die Schuhe. Was zeichnet die Linke aus? In manchen Punkten haben sie ganz klare und konkrete Vorstellungen, damit erreichen sie Wähler. Die sog. Volksparteien, die haben kein konkretes Profil, keine Vision. Als einziges Wahlziel, ist der Sieg zu erkennen. Ist man an der Macht lobt man sich selbst, ist man in der Opposition kritisiert man die Regierungsarbeit. Das ist mir zu einfach.

      Ferner gelingt es den arrivierten Parteien immer wieder ihre Wähler massivst zu enttäuschen. Ich erinnere nur an einen Grünen Außenminister unter dessen Amtszeit erstmals in unserer Republik deutsche Soldaten im Ausland eingesetzt wurden. Eine Farce wenn man sich noch erinnern kann, an die frühen Ideale dieser Partei, wo sie einen Austritt aus der Nato forderten. Was ich sagen will, es geht nur um Macht und nicht um Programm, und darum haben es die kleinen Parteien und da vor allem die Linke im Moment leicht. Sie wissen dass mit Ihnen eh keiner spielt, also können sie ohne zu taktieren ein Programm aufstellen, von dem sie denken, dass zieht gewisse Menschen an die Urne.

      Solange Wahlversprechen Versprecher sind, solange wird sich nichts ändern. Und da müssen Parteien halt dann mal verdientermaßen zweistellig absacken in der nächsten Wahl. Eben auch weil Menschen nicht gewählt haben. Ein bisschen soll man sich schon anstrengen, um das Volk an die Urnen zu bekommen. Ein Zwang ist für mich jedenfalls keine sinnvolle Lösung. Mir ist es lieber, wenn Desinteressierte sich enthalten, denn dann zählt meine Stimme ja eigentlich mehr. Wie man aus Desinteressierten Interessierte macht, dass wäre auch die Aufgabe von Politikern, zum Beispiel durch Volksnähe, aber wann kommen sie an? Immer nur zum Wahlkampf!

    • „Wie man aus Desinteressierten Interessierte macht“ – genau das meinte ich mit „Zwingen“. Das müssen die Parteien leisten. Ich glaube es gibt aber auch viele, die kein Vertrauen zu irgendeiner Partei haben, dennoch gibt es sicherlich Grundeinstellungen die jeder hat, die in eine bestimmte politische Richtung gehen. D.h. auch wenn die derzeitige SPD (Beispiel!) nicht meine volle Zustimmung hat, würde ich sie dennoch wählen, wenn ich mit grundlegenden Überzeugungen dieser Partei konform gehe.

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