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Nich gucken!

Auch wenn er nun Oscars abräumt und super Kritiken: ich kann von There will be blood nur abraten. Und das trotz eines sprachlosen, vielversprechenden Beginns und einer absolut avancierten Tonspur (Jonny Greenwood). Aber mir geht der Sinn des Filmes nicht auf: Ölbaron entdeckt Quellen, wird reich und zum Arsch. Ok, das reicht für ein Buch und ich meine mich zu erinnern, dass Sinclairs Buch mich vor 20 Jahren gefesselt hat, aber das mehr wegen der alten Autos die darin vorkamen (nur ein Ölbaron konnte sich so ne Kiste damals leisten). Daniel Day-Lewis spielt bedeutungsschwanger, aber wirklich interessante Passagen seines Charakterwandels werden vom Regisseur kaum ausgespielt. Die Darstellung fanatischer Freikirchen wird im prüden Amerika sicher Kritik hervorrufen, da sie sich deutlich gegen die Freiheit der Religionsausübung ausspricht, wenn diese genau so fadenscheinig und opportunistisch agiert wie die Diktatur des Kapitals. Da liegt vielleicht der stärkste Aspekt des Filmes, aber wie gesagt: viel zu dürftig ausgearbeitet. Und so bleibt es einer der vielen Helden- und Histörchen-Hollywood-Filme, die bald wieder im Untergrund der Videotheken verschwinden werden.

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