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Neustadt: Die Macht des Stärkeren

…auszuüben muss für manche Autofahrer ein Hobby sein. Ganz egal wer dabei draufgeht, die Nerven des eigenen Beifahrers, Radfahrer oder Fußgänger. „Ich komme jetzt und Du hast zu warten und falls nicht, kurbel ich noch die Scheibe runter und brülls Dir ins Gesicht“ ist ein in Dresden beliebtes Gesellschaftsspiel. So auch heute an der Königsbrücker Str., allerdings ist die Ausgangssituation auch einigermaßen unklar. In Höhe der Dresdner Bank-Filiale (nun Commerzbank) macht die Scheunenhofstr. einen Knick. Geradeauszu zur Königsbrücker Str. hin befand sich immer eine Absperrung und Parkmöglichkeiten. Seit einigen Jahren stehen nun auch Glas- und Papiercontainer dort. Irgendwann in den letzten Wochen verschwand allerdings die Absperrung und die Container sind nun so aufgestellt, dass eine winzige Gasse zur Königsbrücker hin entstanden ist. Jawollja, brüllen die Autofahrer und heute morgen konnte ich dann auch beobachten, wie ein ahnungslos Flaschen einwerfender Passant (die Einfüllstutzen gehen ja auch zu der Gasse hin aus) von einem Mercedes Kombi fast umgenietet wurde. Und richtig: Scheibe runter, Gebrülle „Das ist hier ne Straße, aus dem Weg..“ usw. Dabei hatte neben dem Auto der Fußgänger keinen Platz mehr, ein eingeklappter Spiegel war dann die Folge, der Mercedes brauste davon. Liebe Stadt, was soll der QuarK? Ein zusätzlich dort stehendes verwaistes Baustellenschild sorgt außerdem für Irritierung. Bitte doch einfach wieder die Pfosten mit der Leine aufstellen, damit nicht noch Leute beim Recyclen ihrer Zeitungen plötzlich ihren Lebensabend verkürzen. DANKE.

Published in Dresden

6 Comments

  1. Anonymous Anonymous
  2. Interessant Das muss ich mir direkt mal angucken.

  3. Hm, dieses Gesellschaftsspiel finde ich in Berlin viel schlimmer als in Dresden. Aber vielleicht hatten wir auch einfach nur Glück.

    • würd ich auch sagen. Im Alltag bekommst Du ohnehin eine Freikarte zur Teilnahme 😉 – in den zockelnden Stadtführungsbussen wirkt die Dresdner Welt vermutlich noch „dörflich“ für Berliner… – übrigens sind die Busse mir seit langem verhasst, hast Du mal gesehen, was da aus dem Auspuff rausstinkt? (Ich bin Radfahrer und verschwinde nur allzugerne in der Wolke, wenn der Bus auf der Augustusbrücke genau mein Fahrtempo hat…)

  4. Nun ja, auch zum Aufstellen von Recyclingcontainern gehört eben ein wenig Köpfchen dazu. Wie wärs die Container einfach so aufzustellen, dass die Einfüllstutzen zur anderen Seite hin zeigen. Auf die Rücksichtnahme von Anderen zu hoffen, macht wenig Sinn. Rücksichtnahme ist ein Tugend, die in Deutschland fast ausgestorben ist. Egal wo und wie. Ob zwischen Autofahrern, Fußgängern, Radfahrern, Menschen untereinander. Es gilt nur noch das Prinzip des Stärkeren. Armes Deutschland!

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